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Tee

Hat Matcha Koffein? Wie viel Koffein tatsächlich in einer Tasse?

Hat Matcha Koffein? Wie viel Koffein tatsächlich in einer Tasse?

Matcha wird oft mit Kaffee verglichen, weil beide Getränke dabei helfen können, wacher zu werden. Wie viel Koffein sie enthalten, hängt jedoch stark von der Zubereitung ab.

Das Besondere an Matcha ist, dass es sich nicht einfach um normalen Grüntee handelt, der zu Pulver gemahlen wurde. Die Anbau- und Herstellungsverfahren beeinflussen seinen Geschmack, seine Farbe und seine Zusammensetzung.

In diesem Artikel erklären wir, hat Matcha Koffein, wie viel Koffein in einer Tasse steckt und wie sich Matcha von Kaffee und anderen Grünteesorten unterscheidet.

Was ist Matcha Tee?

Matcha ist ein fein gemahlenes Grünteepulver, das traditionell in Japan hergestellt wird. Bei normalem Grüntee lässt man die Blätter im Wasser ziehen und entfernt sie anschließend. Matcha wird dagegen direkt mit Wasser vermischt.

Das bedeutet, dass du das Teepulver selbst trinkst und nicht nur das Wasser, in dem die Teeblätter gezogen haben.

Die Herstellung von Matcha umfasst mehrere wichtige Schritte:

  • ▪ Beschattung: Die Teepflanzen werden vor der Ernte vor direktem Sonnenlicht geschützt.
  • ▪ Auswahl der Blätter: Für hochwertigen Matcha werden geeignete Teeblätter ausgewählt. Häufig stammen sie aus der ersten Frühjahrsernte.
  • ▪ Entfernen der Stängel: Stängel und Blattadern werden entfernt, um Geschmack und Konsistenz zu verbessern.
  • ▪ Mahlen: Die verarbeiteten Blätter, die als Tencha bezeichnet werden, werden zu feinem Pulver gemahlen.

Eine Studie aus dem Jahr 2024, die in der Fachzeitschrift Molecules veröffentlicht wurde, untersuchte die Inhaltsstoffe von Matcha. Die Forschenden fanden in dem untersuchten Matchapulver etwa 2,21 mg Koffein pro Gramm.

Dieser Wert zeigt, dass die Koffeinmenge je nach Produkt unterschiedlich sein kann.

Hat Matcha Koffein?

Ja, Matcha enthält Koffein und kann für einen spürbaren Energieschub sorgen. Je nach Menge des verwendeten Pulvers und der Matchasorte kann eine Tasse etwa 40–80 mg Koffein oder mehr enthalten.

Wenn du Matcha trinkst, gelangt das natürliche Koffein in deinen Körper. Es regt das zentrale Nervensystem an, kann die Aufmerksamkeit steigern und Müdigkeit vorübergehend verringern.

Matcha enthält außerdem L-Theanin. Das ist eine Aminosäure, die natürlicherweise in Tee vorkommt. Forschende untersuchen, wie das Zusammenspiel von L-Theanin und Koffein die Aufmerksamkeit und die geistige Leistungsfähigkeit beeinflussen kann.

Wie viel Koffein hat Matcha?

Eine typische Portion Matcha mit etwa 2 Gramm Pulver enthält ungefähr 40–80 mg Koffein. Je nach Produkt und Zubereitung kann die Menge jedoch niedriger oder höher ausfallen.

Eine wissenschaftliche Untersuchung aus dem Jahr 2024 ermittelte bei einem bestimmten Matchaprodukt etwa 66 mg Koffein pro 2 Gramm Pulver. Andere Untersuchungen zeigen ebenfalls, dass sich der Koffeingehalt verschiedener Matchaprodukte deutlich unterscheiden kann.

Die folgende Tabelle zeigt ungefähre Werte für verschiedene Portionsgrößen.

Menge MatchapulverUngefähre Koffeinmenge
1 Gramm20–40 mg
2 Gramm40–80 mg
3 Gramm60–120 mg
4 Gramm80–160 mg

Diese Angaben sind Schätzwerte und keine garantierten Mengen. Der tatsächliche Koffeingehalt kann je nach Produkt abweichen.

Wenn du beispielsweise 4 statt 2 Gramm Matcha verwendest, steigt die Koffeinmenge normalerweise deutlich an, sofern das Pulver eine ähnliche Koffeinkonzentration hat.

Deshalb ist es sinnvoll, das Pulver abzuwiegen, anstatt einfach einen ungemessenen Löffel zu verwenden.

Enthält ein Matcha Latte Koffein?

Ja, ein Matcha Latte enthält Koffein, wenn er mit normalem Matchapulver zubereitet wird.

Die Milch entfernt das Koffein nicht. Sie verändert lediglich den Geschmack, die Konsistenz und das Volumen des Getränks.

Ein Matcha Latte mit 2 Gramm Matchapulver enthält ungefähr 40–80 mg Koffein. Das gilt sowohl für Kuhmilch als auch für pflanzliche Milchalternativen, wenn jeweils die gleiche Menge Matcha verwendet wird.

Entscheidend sind vor allem die Menge des Pulvers, der Koffeingehalt des Produkts und die Anzahl der verwendeten Portionen.

Enthält kalter Matcha Koffein?

Ja, auch kalter Matcha enthält Koffein, wenn er mit normalem Matchapulver zubereitet wird.

Kaltes Wasser und Eis machen Matcha nicht koffeinfrei. Wenn du dieselbe Menge Pulver verwendest, enthält kalter Matcha ungefähr genauso viel Koffein wie warmer Matcha. Die genaue Menge kann jedoch von der Zubereitung abhängen.

Besonders bei Matcha aus Cafés solltest du aufpassen. Manche Rezepte enthalten mehr Pulver oder zusätzliches Matchakonzentrat. Dadurch kann die Koffeinmenge steigen.

Faktoren beeinflussen den Koffeingehalt von Matcha

Nicht jedes Matchapulver enthält gleich viel Koffein. Zwei Produkte können ähnlich aussehen, aber unterschiedliche Koffeinmengen liefern.

Das liegt unter anderem an der Teesorte, den Anbaubedingungen, dem Erntezeitpunkt und der Zubereitung.

1. Die Beschattung der Teepflanzen

Ein wichtiger Schritt bei der Matchaherstellung ist die Beschattung der Teepflanzen vor der Ernte. Die Pflanzen werden häufig mehrere Wochen lang mit speziellen Netzen vor direktem Sonnenlicht geschützt.

Dieser Prozess verändert die Zusammensetzung der Teeblätter. Beschatteter Tee enthält häufig mehr L-Theanin und entwickelt eine intensivere grüne Farbe. Auch der Koffeingehalt kann durch die Beschattung beeinflusst werden.

Die genaue Wirkung hängt jedoch von der Teesorte und den Anbaubedingungen ab. Nicht jeder beschattete Tee enthält automatisch mehr Koffein als jede unbeschattete Sorte.

2. Die Auswahl junger Teeblätter

Auch das Alter der Teeblätter kann den Koffeingehalt beeinflussen. Junge Triebe enthalten häufig relativ viel Koffein, weil dieser Stoff die Pflanze unter anderem vor bestimmten Insekten schützt.

Hochwertiger Matcha wird oft aus sorgfältig ausgewählten Blättern hergestellt. Häufig stammen diese aus der ersten Frühjahrsernte.

Das Alter der Blätter allein bestimmt den Koffeingehalt des fertigen Pulvers jedoch nicht. Auch die Teesorte, die Anbaubedingungen und die Verarbeitung spielen eine Rolle.

3. Das Entfernen der Stängel

Vor dem Mahlen werden bei der Herstellung von Matcha normalerweise die Stängel und Blattadern entfernt.

Diese Pflanzenteile unterscheiden sich in Geschmack und Zusammensetzung von den eigentlichen Blättern. Durch ihre Entfernung entsteht ein feines Pulver mit der typischen Konsistenz und dem charakteristischen Geschmack von hochwertigem Matcha.

Da Stängel und Blätter unterschiedliche Koffeinmengen enthalten können, beeinflusst dieser Schritt die Zusammensetzung des Endprodukts. Wie groß der Unterschied ist, lässt sich ohne genaue Messungen jedoch nicht bestimmen.

4. Das Mahlen der Teeblätter

Nach der Verarbeitung wird Tencha zu einem feinen Pulver gemahlen. Traditionelle Steinmühlen arbeiten langsam und helfen dabei, eine feine Konsistenz zu erreichen.

Der wichtigste Unterschied zu normalem Grüntee liegt darin, wie das Getränk konsumiert wird. Bei Matcha trinkst du das Pulver zusammen mit dem Wasser, während du die Blätter bei normalem Grüntee nach dem Ziehen entfernst.

Dadurch nimmst du die Inhaltsstoffe des Teeblatts direkt auf. Wie viel Koffein du tatsächlich zu dir nimmst, hängt vor allem von der verwendeten Pulvermenge und deren Koffeingehalt ab.

Die besten Alternativen zu Matcha

Wenn du Matcha gerne trinkst, aber etwas anderes ausprobieren möchtest, gibt es verschiedene Alternativen. Welche am besten passt, hängt davon ab, ob du weniger Koffein, einen stärkeren Wachmacher oder ein koffeinfreies Getränk suchst.

Die folgenden Werte sind ungefähre Angaben für typische Portionen. Der tatsächliche Koffeingehalt kann je nach Produkt und Zubereitung variieren.

AlternativeKoffeingehalt
Sencha-Grüntee20–50 mg pro 240 ml
Schwarzer Tee30–60 mg pro 240 ml
Weißer Tee15–40 mg pro 240 ml
Hojicha5–30 mg pro 240 ml
Genmaicha10–30 mg pro 240 ml
Kaffee80–120 mg pro 240 ml
Rooibos-Tee0 mg pro 240 ml
Pfefferminztee0 mg pro 240 ml
Kamillentee0 mg pro 240 ml
Gerstentee (Mugicha)0 mg pro 240 ml
Espresso60–75 mg pro Portion

Was wissen sie?

👉 Hat Schwarzer Tee Koffein?

👉 Wie viel mg Koffein pro Tag?

Hat Matcha mehr Koffein als Kaffee?

Matcha kann eine beachtliche Menge Koffein enthalten. Eine normale Portion liefert jedoch häufig weniger Koffein als eine typische Tasse Filterkaffee mit 240 ml.

Ein Matcha mit 2 Gramm Pulver kann beispielsweise etwa 60 mg Koffein enthalten. Eine Tasse Filterkaffee kann dagegen ungefähr 95 mg liefern.

In diesem Beispiel enthält der Kaffee 35 mg mehr Koffein. Wenn du jedoch mehr Matchapulver verwendest, kann sich das Verhältnis ändern.

Vergleiche deshalb am besten die tatsächliche Koffeinmenge deiner Getränke. Nicht jedes Matchagetränk ist automatisch schwächer als jeder Kaffee.

Gesundheitlichen Auswirkungen das Matcha Koffein

Matcha enthält Koffein und weitere natürliche Inhaltsstoffe aus dem Teeblatt. Wie das Getränk auf dich wirkt, hängt von der Menge und deiner persönlichen Empfindlichkeit ab.

1. Mehr Wachheit

Koffein regt das zentrale Nervensystem an und kann Müdigkeit vorübergehend verringern. Deshalb trinken viele Menschen Matcha am Morgen oder vor einer Aufgabe, bei der sie sich konzentrieren müssen.

Koffein kann ausreichend Schlaf jedoch nicht ersetzen. Wenn du regelmäßig sehr müde bist, hilft es nicht unbedingt, immer stärkeren Matcha zu trinken.

2. Konzentration und geistige Leistungsfähigkeit

Matcha enthält sowohl Koffein als auch L-Theanin. Forschende untersuchen, ob diese Stoffe einzeln oder gemeinsam die Aufmerksamkeit und geistige Leistungsfähigkeit beeinflussen können.

Einige Studien deuten auf mögliche Vorteile hin. Es ist jedoch nicht eindeutig belegt, dass Matcha alle Bereiche des Gedächtnisses, der Konzentration oder der Produktivität zuverlässig verbessert.

Betrachte Matcha deshalb als koffeinhaltiges Getränk, das deine Wachheit unterstützen kann, und nicht als garantiertes Mittel zur Steigerung deiner geistigen Leistung.

3. Antioxidantien und weitere Inhaltsstoffe

Matcha enthält Catechine, darunter Epigallocatechingallat (EGCG), sowie weitere pflanzliche Inhaltsstoffe.

Da du das Pulver aus dem ganzen Teeblatt trinkst, nimmst du auch Inhaltsstoffe auf, die beim normalen Aufbrühen teilweise in den Teeblättern zurückbleiben können. Die genaue Menge hängt vom Produkt und der Zubereitung ab.

Diese Stoffe werden hinsichtlich ihrer möglichen gesundheitlichen Wirkung untersucht. Matcha ist jedoch kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung und sollte nicht als Behandlung für Krankheiten angesehen werden.

Mögliche Nebenwirkungen

Zu viel Koffein kann unerwünschte Beschwerden verursachen. Das gilt besonders für Menschen, die empfindlich auf Koffein reagieren.

Mögliche Nebenwirkungen sind:

  • ▪ Nervosität oder Zittern.
  • ▪ Einschlafprobleme.
  • ▪ Herzrasen oder spürbares Herzklopfen.
  • ▪ Kopfschmerzen.
  • ▪ Magenbeschwerden oder Übelkeit.

Die US-amerikanische Lebensmittelüberwachungsbehörde FDA weist darauf hin, dass Menschen unterschiedlich auf Koffein reagieren. Auch Medikamente und bestimmte gesundheitliche Bedingungen können beeinflussen, wie viel Koffein jemand verträgt.

Wenn du dich nach dem Trinken von Matcha unwohl fühlst, kannst du die Pulvermenge reduzieren, eine kleinere Portion trinken oder an diesem Tag auf weiteres Koffein verzichten.

Wie viel Matcha kann man am Tag trinken?

Es gibt keine einheitliche tägliche Matchamenge, die für alle Menschen geeignet ist. Ein praktischer Einstieg ist eine Portion mit etwa 1–2 Gramm Pulver. Anschließend kannst du beobachten, wie dein Körper darauf reagiert.

Entscheidend ist vor allem deine gesamte tägliche Koffeinaufnahme und nicht nur die Anzahl deiner Matcha-Tassen.

Nach Einschätzung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sind bis zu 400 mg Koffein pro Tag für gesunde Erwachsene, die nicht schwanger sind, im Allgemeinen unbedenklich. Für schwangere und stillende Frauen nennt die EFSA bis zu 200 mg Koffein täglich aus allen Quellen als Menge, die nach ihrer Bewertung keine Sicherheitsbedenken aufwirft.

Diese Werte sind allgemeine Richtwerte und keine persönlichen Ziele. Menschen mit bestimmten Erkrankungen, einer hohen Koffeinempfindlichkeit oder Medikamenten, die mit Koffein wechselwirken, benötigen möglicherweise geringere Mengen.

Fazit: Hat Matcha Koffein?

Ja, Matcha enthält Koffein.

Im Unterschied zu normalem Grüntee trinkst du bei Matcha das gemahlene Teeblatt, anstatt die Blätter nach dem Ziehen zu entfernen. Die Beschattung, die Auswahl der Blätter und die Verarbeitung beeinflussen außerdem den charakteristischen Geschmack und die Zusammensetzung.

Wenn du von Kaffee auf Matcha umsteigen möchtest, beginne mit einer abgewogenen Portion und behalte deine gesamte tägliche Koffeinaufnahme im Blick. Achte darauf, wie sich Matcha auf deine Wachheit, dein Wohlbefinden und deinen Schlaf auswirkt.

Matcha kann Teil einer ausgewogenen täglichen Ernährung sein. Welche Menge am besten zu dir passt, hängt jedoch vom Koffeingehalt des jeweiligen Produkts und deiner persönlichen Verträglichkeit ab.

Häufig gestellte Fragen

Kann Matcha dich nachts wach halten?

Ja. Das im Matcha enthaltene Koffein kann den Schlaf beeinträchtigen, insbesondere wenn er kurz vor dem Schlafengehen konsumiert wird. Wenn Sie Schlafprobleme bemerken, versuchen Sie, ihn früher zu trinken oder die Menge des Pulvers zu reduzieren.

Gibt es koffeinfreien Matcha?

Herkömmlicher Matcha enthält Koffein. Produkte, die als koffeinfreie Matcha-Alternativen vermarktet werden, können andere Inhaltsstoffe oder Verarbeitungsverfahren aufweisen; prüfen Sie daher die Produktbeschreibung sorgfältig, anstatt davon auszugehen, dass sie herkömmlichem Matcha gleichwertig sind.

Wie lange hält die Wirkung des Koffeins in Matcha an?

Das Koffein im Matcha kann noch mehrere Stunden nach dem Genuss des Getränks auf Ihren Körper wirken. Eine gesteigerte Wachheit lässt sich möglicherweise schon nach 15 bis 30 Minuten feststellen, wobei der genaue Zeitpunkt individuell unterschiedlich sein kann.

Ist Matcha für koffeinempfindliche Menschen geeignet?

Manche Menschen, die empfindlich auf Koffein reagieren, vertragen möglicherweise eine kleine Portion, während bei anderen dennoch Nervosität, Angstgefühle oder Schlafstörungen auftreten können. Je nach individueller Reaktion kann es sinnvoll sein, mit einer geringeren Pulvermenge zu beginnen oder ganz auf Koffein zu verzichten.

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