Wie viel Koffein hat ein Espresso? Wichtige Fakten, Wirkung & Risiken
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen außerdem, dass die Zubereitung von Espresso den endgültigen Koffeingehalt deutlich beeinflussen kann. Faktoren wie Kaffeesorte, Mahlgrad, Druck, Temperatur und die verwendete Kaffeemenge spielen dabei eine Rolle.
In diesem Artikel erfahren Sie aus erster Hand, wie viel Koffein eine Portion Espresso tatsächlich enthält.
Table of Contents
Was ist Espresso?
Espresso ist ein konzentriertes Kaffeegetränk, das hergestellt wird, indem heißes Wasser unter Druck durch fein gemahlenen Kaffee gepresst wird.
Das Getränk wird normalerweise in einer kleinen Menge serviert, oft etwa 25–30 ml für einen einfachen Espresso. Die Servierstandards können jedoch je nach Café und Land unterschiedlich sein.
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen auch, dass die Zubereitung von Espresso den endgültigen Koffeingehalt deutlich beeinflussen kann. Faktoren wie Kaffeesorte, Mahlgrad, Druck, Temperatur und die verwendete Kaffeemenge spielen dabei eine Rolle.
Koffein in verschiedenen Espresso-Mengen
Wenn Sie speziell nach dem Koffeingehalt eines Espressos fragen, liegt ein praktischer Richtwert bei etwa 40–60 mg.
Am einfachsten lässt sich die aufgenommene Koffeinmenge einschätzen, indem Sie darauf achten, wie viele Espresso-Shots Sie trinken.
Koffein in einem einfachen Espresso
Ein typischer einfacher Espresso enthält etwa 40–60 mg Koffein.
Die Menge beträgt vielleicht nur 25–30 ml, aber Espresso ist stark konzentriert. Das bedeutet, dass Sie aus einem relativ kleinen Getränk eine merkliche Menge Koffein aufnehmen können.
Für Menschen, die empfindlich auf Koffein reagieren, kann bereits ein Shot spürbare Wirkungen haben.
Für die meisten gesunden Erwachsenen liegt ein normaler Espresso jedoch deutlich innerhalb der allgemein akzeptierten täglichen Koffeinmengen.
Koffein in 2 Shots Espresso
Zwei Shots können ungefähr 80–120 mg Koffein enthalten.
Das ist eine häufige Portionsgröße für Getränke wie Latte Macchiato, Cappuccino und Americano in vielen Cafés.
Wichtig ist: Das Hinzufügen von Milch oder Wasser entfernt das Koffein nicht.
Ein doppelter Espresso, der mit heißem Wasser verdünnt wird, enthält weiterhin ungefähr die gleiche Gesamtmenge an Koffein wie die ursprünglichen zwei Shots.
| Getränk | Typische Menge | Ungefährer Koffeingehalt |
|---|---|---|
| Einfacher Espresso | 25–30 ml | 40–60 mg |
| Doppelter Espresso | 50–60 ml | 80–120 mg |
| Dreifacher Espresso | 75–90 ml | 120–180 mg |
| EFSA-Referenz für Espresso | 60 ml | 80 mg |
| Filterkaffee | 200 ml | ~90 mg |
Die Referenzwerte der EFSA gehen bei einem 60-ml-Espresso von etwa 80 mg Koffein und bei einer 200-ml-Tasse Filterkaffee von etwa 90 mg aus.
Obwohl Espresso also viel stärker schmeckt, kann eine größere Tasse Filterkaffee eine ähnliche oder sogar höhere Gesamtmenge an Koffein enthalten.
Das ist eines der häufigsten Missverständnisse über Kaffee.
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Was bestimmt den Koffeingehalt eines Espressos?
Der Koffeingehalt von Espresso hängt von viel mehr ab als nur vom Wort „Espresso“ auf der Speisekarte.
1. Kaffeesorte
Die verwendete Kaffeesorte kann einen großen Unterschied machen.
Robusta, wissenschaftlich Coffea canephora genannt, enthält im Allgemeinen mehr Koffein als Arabica. Deshalb kann eine Espressomischung mit einem größeren Robusta-Anteil mehr Koffein liefern als ein ähnlich aussehender Arabica-Espresso.
Das ist ein Grund dafür, warum zwei Espressos in verschiedenen Cafés ähnlich schmecken können, aber unterschiedliche Koffeinmengen enthalten.
2. Verwendete Kaffeemenge
Auch die Menge des gemahlenen Kaffees ist ein wichtiger Faktor.
Wenn ein Barista mehr Kaffee in den Siebträger gibt, steht grundsätzlich mehr Koffein für die Extraktion zur Verfügung.
Untersuchungen zur Espresso-Zubereitung haben gezeigt, dass Veränderungen der Kaffeemenge und anderer Extraktionsfaktoren die Koffeinmenge im fertigen Getränk deutlich verändern können.
3. Mahlgrad
Der Mahlgrad beeinflusst, wie das Wasser mit dem Kaffee in Kontakt kommt.
Ein feinerer Mahlgrad schafft eine größere Oberfläche. Dadurch kann das Wasser mit mehr Kaffeepartikeln in Kontakt kommen. Die Espresso-Extraktion ist jedoch ein sorgfältig abgestimmter Prozess. Einfach feiner zu mahlen garantiert daher nicht automatisch eine bessere oder stärkere Tasse.
Eine Studie zeigte, dass Unterschiede beim Mahlgrad einen besonders starken Einfluss auf gemessene Eigenschaften von Espresso haben können, einschließlich des Koffeingehalts.
4. Brühzeit
Auch die Kontaktzeit spielt eine Rolle.
Eine längere Espresso-Extraktion, wie bei einem Lungo, verwendet mehr Wasser und extrahiert normalerweise mehr Bestandteile aus dem Kaffee.
Aktuelle Untersuchungen zur Espresso-Extraktion zeigen, dass Durchflussrate, Mahlgrad und Temperatur die Geschwindigkeit der Extraktion beeinflussen. Gleichzeitig kann die insgesamt extrahierte Menge einen besonders wichtigen Einfluss darauf haben, was letztendlich in der Tasse landet.
5. Wassertemperatur und Druck
Espressomaschinen arbeiten normalerweise mit kontrollierter Temperatur und kontrolliertem Druck.
Diese Bedingungen beeinflussen, wie effizient Koffein und andere Bestandteile aus dem Kaffeepulver in das Getränk gelangen.
Bei Labortests kommerzieller Espresso-Proben wurde eine Kombination von etwa 92 °C und 7–9 bar mit einer effizienten Extraktion der gemessenen Bestandteile in Verbindung gebracht.
6. Espresso-Menge und Brühverhältnis
Ein Ristretto, ein normaler Espresso und ein Lungo können mit ähnlichen Kaffeemengen beginnen, aber unterschiedliche Getränkemengen ergeben.
Bei einer längeren Extraktion hat das Wasser im Allgemeinen mehr Gelegenheit, mit dem Kaffee in Kontakt zu kommen.
Die praktische Schlussfolgerung ist einfach: Mehr Flüssigkeit bedeutet nicht immer proportional mehr Koffein, aber eine Veränderung des Brühverhältnisses kann die extrahierte Koffeinmenge verändern.
Enthält Espresso mehr Koffein als Kaffee?
Nicht unbedingt.
Espresso hat mehr Koffein pro Milliliter, weil er sehr konzentriert ist. Eine normale Tasse Filterkaffee ist jedoch deutlich größer.
Zum Beispiel schätzt die EFSA etwa 80 mg Koffein in 60 ml Espresso im Vergleich zu ungefähr 90 mg in einer 200-ml-Tasse Filterkaffee.
Das erklärt, warum Espresso viel stärker schmecken kann, ohne unbedingt mehr Koffein insgesamt zu enthalten.
Ein separater wissenschaftlicher Vergleich zeigte ebenfalls, dass Espresso eine höhere Koffeinkonzentration hatte, während größere Mengen aufgebrühten Kaffees pro Portion mehr Koffein liefern konnten.
Beste Alternativen zu Espresso
Nicht jeder Espresso wird auf die gleiche Weise extrahiert.
Ristretto
Ein Ristretto ist eine kürzere Espresso-Extraktion.
Er verwendet normalerweise weniger Wasser und ergibt ein kleineres Getränk.
Da weniger Wasser durch den Kaffee fließt, kann die insgesamt extrahierte Koffeinmenge geringer sein als bei einem längeren Espresso. Das genaue Ergebnis hängt jedoch vom jeweiligen Rezept ab.
Standard-Espresso
Ein Standard-Espresso liegt zwischen diesen beiden Varianten.
Er ist konzentriert, relativ klein und wird normalerweise aus fein gemahlenem Kaffee unter Druck zubereitet.
Sein Koffeingehalt hängt stark von der Kaffeemenge und dem verwendeten Extraktionsrezept ab.
Lungo
Ein Lungo verwendet mehr Wasser und ergibt einen längeren Espresso.
Der zusätzliche Kontakt zwischen Wasser und Kaffee kann mehr Koffein extrahieren.
Die bereitgestellte Testquelle weist ausdrücklich darauf hin, dass längere Espresso-Zubereitungen mehr Koffein enthalten können als kürzere Shots.
Ein Lungo enthält jedoch nicht automatisch mehr Koffein als eine große Tasse Filterkaffee.
Filterkaffee
Hier werden die Unterschiede zwischen Kaffeearten besonders interessant.
Espresso hat normalerweise eine höhere Koffeinkonzentration, aber Filterkaffee kann pro Portion mehr Koffein enthalten.
Der Unterschied wird noch deutlicher, wenn große Tassen aufgebrühten Kaffees getrunken werden.
Drei häufige Varianten sind Ristretto, Standard-Espresso und Lungo.
| Espresso-Art | Koffein-Aspekt |
|---|---|
| Ristretto | Oft weniger Koffein insgesamt |
| Standard-Espresso | Mittlerer Koffeingehalt |
| Lungo | Normalerweise mehr Koffein insgesamt |
| Doppelter Espresso | Ungefähr doppelte Menge eines einzelnen Shots |
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Auswirkungen von Espresso auf die Gesundheit
Espresso kann in moderaten Mengen Teil einer normalen Ernährung sein. Aufgrund seines Koffeingehalts kann er kurzfristig die Aufmerksamkeit und Wachheit erhöhen.
Bei empfindlichen Menschen kann zu viel Koffein jedoch Nebenwirkungen wie Nervosität, Unruhe oder Schlafprobleme verursachen. Die Wirkung hängt unter anderem von der persönlichen Koffeinempfindlichkeit und der insgesamt konsumierten Koffeinmenge ab.
Empfohlene tägliche Menge an Espresso
Es gibt keine einheitliche Anzahl, die für jeden Menschen gilt.
Für die meisten gesunden Erwachsenen gelten bis zu 400 mg Koffein pro Tag laut der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) im Allgemeinen nicht als mit negativen Auswirkungen verbunden. Auch die EFSA kommt zu dem Ergebnis, dass eine tägliche Koffeinaufnahme von bis zu 400 mg bei gesunden Erwachsenen kein Sicherheitsproblem darstellt, wenn sie über den Tag verteilt konsumiert wird.
Die EFSA betrachtet außerdem eine einmalige Koffeinmenge von bis zu 200 mg für gesunde Erwachsene im Allgemeinen als unbedenklich.
Der tatsächliche Koffeingehalt eines Espressos kann jedoch deutlich variieren. Manche Menschen reagieren bereits auf wesentlich kleinere Mengen mit unerwünschten Wirkungen.
Fallstudie: Unsere Erfahrungen aus der Praxis
Eine der wichtigsten Erkenntnisse aus echten Koffeintests ist, dass Annahmen irreführend sein können.
Die bereitgestellte Quelle beschreibt die Verwendung eines speziellen Koffein-Analysegeräts, mit dem Getränke direkt gemessen wurden, anstatt sich nur auf veröffentlichte Durchschnittswerte zu verlassen. Die Tests umfassten Espresso, Filterkaffee, Instantkaffee, verschiedene Röstgrade, Mühlen und unterschiedliche Zubereitungsarten.
Die verwendete Ausrüstung arbeitete mit chemischen Reagenzien und Einweg-Testkomponenten, um die Koffeinkonzentration zu messen.
Espresso hat eine höhere Koffeinkonzentration, aber aufgebrühter Kaffee kann insgesamt mehr Koffein liefern, weil normalerweise eine deutlich größere Menge davon getrunken wird.
Wichtigstes Fazit
Also, wie viel Koffein enthält ein Espresso?
Espresso enthält viel Koffein in einer kleinen Menge Flüssigkeit. Filterkaffee hat eine geringere Konzentration, wird aber normalerweise in einer deutlich größeren Menge getrunken.
Deshalb enthält ein stark schmeckender Espresso nicht automatisch mehr Koffein als Ihre morgendliche Tasse Filterkaffee.
Letztendlich ist der beste Ansatz einfach:
Achten Sie darauf, wie viele Shots in Ihrem Getränk enthalten sind, berücksichtigen Sie Ihre persönliche Koffeinempfindlichkeit und zählen Sie das Koffein aus allen Quellen über den Tag hinweg.
Häufig gestellte Fragen
Wie kann der Röstgrad den Koffeingehalt beeinflussen?
Der Röstgrad kann den gemessenen Koffeingehalt eines Kaffees beeinflussen. In einem Praxistest hatte dunkel gerösteter Filterkaffee etwa 72 mg/dl, mittel gerösteter Kaffee etwa 67,5 mg/dl und hell gerösteter Kaffee etwa 62 mg/dl Koffein.
Enthält entkoffeinierter Espresso Koffein?
Ja. Entkoffeinierter Espresso ist nicht vollständig koffeinfrei und kann noch eine kleine Menge Koffein enthalten. Die genaue Menge hängt vom verwendeten Kaffee und vom Entkoffeinierungsverfahren ab.
Kann Espresso den Schlaf beeinflussen?
Ja. Das Koffein im Espresso kann bei manchen Menschen den Schlaf beeinflussen, besonders wenn es kurz vor dem Schlafengehen konsumiert wird. Die Wirkung hängt von der persönlichen Empfindlichkeit gegenüber Koffein und von der konsumierten Menge ab.
Enthält ein längerer Espresso mehr Koffein?
Ein längerer Espresso, beispielsweise ein Lungo, kann mehr Koffein enthalten, weil mehr Wasser durch das Kaffeepulver fließt und dadurch mehr Bestandteile extrahiert werden können.